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Label Noir

das Theater-Ensemble in seiner ursprünglichen Zusammensetzung wurde von Aicha Diallo im Oktober 2007 zunächst unter dem Namen LiberatioNoire gegründet. Lara-Sophie Milagro ist seit Anfang 2008 künstlerische Leiterin des Ensembles, seit Ende 2009 gemeinsam mit Vanessa Rottenburg in der Co-Regie und Michael Ojake in der Dramaturgie. Label Noir besteht seitdem aus einer Gruppe von 7 afro-deutschen /
Schwarzen professionellen Schauspielern und SchauspielerInnen, die neben ihrer Arbeit für das Ensemble als freischaffende und fest angestellte Künstler – Schauspieler, Sänger und bildende Künstler – als Akademiker, in der Jugend- und Erwachsenenbildung sowie in der nationalen und internationalen Empowerment- Bewegung tätig sind. Neben Lara-Sophie Milagro und Vanessa Rottenburg gehören Jonathan Aikins, Dela Dabulamanzi (zuvor Gakpo), Leander Graf zu den festen SchauspielerInnen des Ensembles. Zu Label Noir gehören darüber hinaus weitere freie Mitglieder und MitarbeiterInnen aus den Bereichen Schauspiel, Dramaturgie, Regie, Musik, Tanz, Bühnenbild, Technik und PR.

Anfang 2009 entstanden zunächst erste Ideen und schließlich die Textvorlagen zu 'Heimat, bittersüße Heimat'. Gleichzeitig formte sich das Theater-Ensemble in seiner heutigen Besetzung und benannte sich um in Label Noir. Dies geschah aus zwei Gründen.
Zum einen, aus dem Bestreben heraus, dem Anspruch einer dauerhaften Präsenz afro-deutscher / schwarzer künstlerischer Perspektiven als einem integrativen Bestandteil der deutschen Theaterlandschaft auch im Namen des Ensembles Ausdruck zu verleihen. Der Begriff 'Noir' steht dabei für schwarze deutsche, dem Theaterpublikum bisher weitgehend unbekannte und daher neue Perspektiven. 'Label' bezeichnet ein Gütesiegel, welches für hohe inhaltliche und schauspielerische Qualität der vom Ensemble dargebotenen
Theaterkunst steht. Der Zusatz 'Black Theater aus Berlin' verdeutlicht zudem, dass sich die Akteure in ihrer Arbeit sowohl maßgeblich über ihre vielseitigen kulturellen Wurzeln definieren, als auch ganz klar hier in Deutschland / Berlin – Hauptstadt und Hauptsitz des Ensembles – verorten. Dies unterstreicht den Anspruch als selbstverständlicher, wichtiger und unüberhörbarer Teil der deutschen Gesellschaft und Kunstszene in Erscheinung zu treten und wahrgenommen zu werden. Zum anderen markierte die Umbenennung in Label Noir auch den Beginn der konzeptionellen Auseinandersetzung des Ensembles mit den Inhalten des Theaterprogramms 'Heimat, bittersüße Heimat'.
Das Ensembles wird seine gemeinsame künstlerische Arbeit auch über dieses Theaterprojekt hinaus fortsetzen. Für die Zukunft sind auch Inszenierungen internationaler, sowohl klassischer als auch zeitgenössischer Dramenliteratur geplant.

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